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schwangerschaftbetreuhung

Sicher durch die Schwangerschaft

Schwangerschaft ist etwas Natürliches. In den allermeisten Fällen verlaufen diese neun Monate auch ganz nach dem Plan der Natur ohne nennenswerte Komplikationen. Kleinere Wehwehchen wie die morgendliche Übelkeit, die vor allem während der ersten drei Monate auftreten, sind zwar lästig für die Mutter, stören das Kind aber nicht. Auch die teils heftigen Gefühlsausbrüche oder -verstimmungen von schwangeren Frauen sind eine normale Folge der Hormonumstellung. Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist oft das leichteste und schönste. Im letzten nehmen die körperliche Belastung und damit die Beschwerdehäufigkeit wieder zu.

Unser Fahrplan durch die Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen gezählt ab dem 1. Tag der letzten Periode. Wenn diese ausbleibt oder sich erste Anzeichen einer Schwangerschaft wie z.B. Brustspannen oder Übelkeit einstellen, bieten wir einen Schwangerschaftstest an, fällt dieser positiv aus auch einen Transvaginalschall. Ab der bereits 5. Schwangerschaftswochesieht man eine Fruchthöhle, ab der 6. dann bereits Herzaktionen. Dies ist wichtig, denn damit können wir eine etwaige Eileiterschwangerschaft ausschließen, und die intakte Schwangerschaft beweisen.

Haben wir Gewissheit, dass eine Schwangerschaft zustande gekommen ist, nehmen wir verschieden von der Kasse vorgeschriebene Blutparameter ab und legen Ihren Mutterpaß an. Sie sollten bereits jetzt nicht mehr rauchen und Alkohol meiden. Auch Jodid und Folsäure wird zu diesem frühen Zeitpunkt empfohlen.

Ab jetzt finden Sie sich bitte alle 4 Wochen in unserer Praxis ein. Dabei wird jeweils immer eine Kontrolle des Muttermundes und der Fundusstand der Geärmutter getastet. Wir führen zusätzlich auch eine ph Messung des Scheidenmilieus durch, um Anzeichen für eine Fehlbesiedlung der Scheide und damit die Gefahr für eine vorzeitige Muttermundseröffnung zu erkennen. Die regelmäßige Kontrolle des Urins, des Blutdrucks, sowie des Hb´s dient ebenfalls zum rechtzeitigen Erkennen von Gefahren.

Ab der 30. Wochebauen wir mehr Kontrollen ein, Sie kommen alle 2 Wochen in die Praxis. Hierbei werden jeweils zusätzlich auch die Herztöne ihres Kinds (EKG) abgeleitet.

Sollten Sie am Termin immer noch schwanger sein, müssen Sie alle 2 Tage kommen.
Ab dem 8-10 Tag über Termin schicken wir Sie dann in die Klinik um die Geburt ggf. einzuleiten.

Ultraschalluntersuchungen

In der 8-12. SSW, 20-22 SSW und der 29-31. SSW machen führen wir die von dere Kasse bezahlten und gemäß den Mutterschaftsrichtlinien durchzuführende sonographische Screeninguntersuchungen durch. Dabei wird das Kind anhand verschiedener biometrischer Maße (z.B. Schädel-Steißlänge, Kopf, Brust, Oberschenkelknochen) auf sein Wachstum untersucht, sowie versucht Mißbildungen auszuschließen.

Darüberhinaus werden von der Kasse zusätzliche Untersuchungen bezahlt, sollte bei Ihrem Kind wiedererwarten Auffälligkeiten gefunden werden, oder im Wachstum zurückfallen.

Um letzteres frühzeitig zu erkennen empfehlen wir zusätzliche Ultraschalluntersuchungen zwischen den Screeniguntersuchungen, sodass alle 4 Wochen eine Wachstumskontrolle stattfindet um Ernährungsstörungen und andere Gefahrenzustände beim Kind rechtzeitig feststellen zu können. Sollte sich das Wachstum verlangsammen raten wir zu einer Farbdoppleruntersuchung, um ggf. eine Durchblutungsstörung des Kindes frühzeitig erkennen zu können.
Sind Sie 30 Jahre bei der Geburt oder Älter, gehören Sie bereits (leider) zu den Risikogebährenden. Laut Mutterschaftrichtlinie muß ich Ihnen demnach eine Fruchtwasseruntersuchung anbieten, ab dem 40 Lj. sogar dazu raten.

Dazu ein klärendes Wort:

Wenn Sie aus den gewonnen Erkennnissen einer Fruchtwasseruntersuchung aus ethischen oder religiösen Gründen eh keine Konsequenzen (Abtreibung !) ziehen würden oder könnten, können Sie sich diese Untersuchung auch sparen. Denn immerhin kann die Punktion bei ca 1% der Schwangerschaften zu einem Abort führen.

Alternativ zu der belastenden Amniocentese raten wir deshalb vorgeschaltet für Risikoschwangere und sehr ängstliche Patienten die sogenannte NT-Messungan.

NT-Messung: Bei dieser sonographischen Untersuchung messen wir die Wasseransammlung im Genick ihres Kindes. Je mehr Nackenödem messbar ist, deso höher ist das Risko ein event. geschädigtes Kind zu bekommen. Zusammen mit 2 Parametern aus Ihrem Blut, deren Abweichung von der Norm erfahrungsgemäß auch ein Risiko signalisieren würden, geben wir die gewonnenen Daten in ein Riskoberechnungsprogramm ein, und erhalten damit eine statistische, individualisierte Risikoeinschätzung für die 3 häufigsten genetischen Syndrome (z.B. Down Syndrom), auf deren Basis Sie dann Ihre Entscheidung, ob Fruchtwasseruntersuchung ja oder nein- fällen können.

Diese Untersuchung -für die wir sehr dankbar sind- hat dazu geführt, dass wir in Deutschland heute auf über 80 % der früher durchgeführten Amniocentesen verzichten können, und sie ist inzwischen weltweit etabliert. Klar ist allerdings auch, wer es dennoch 100% sicher haben will, kommt um eine Punktion nicht herum!

Die NT-Messung wird standartisiert durchgeführt, und dies wenn die Kinder zwischen 4,5 und 8 cm Scheidelsteißlänge erreicht haben. Jenseits 8 cm und der 14. SSW kann man keine Messung mehr verwerten, da es für frühere oder spätere Schwangerschaftsalter keine Risikotabellen gibt.

Schwangerschaftsnachbetreuung:

Wir raten nach der Geburt, ca. 8 Tage nach der Entlassung aus der Geburtsklinik bei uns vorbei zu kommen. Hierbei Prüfen wir die Gebärmutterrückbildung, den Wochenfluß und ggf. die Nah. Das gleiche nochmals 5 Wochen später. Hierbei kontrollieren wir auch das Blutbild und schreinben Ihenn ggf Eisenpraeparate auf. Falls Sie Anzeichen für eine Wochenfluß- Lochialstau haben (Schüttelfrost, Kopfweh, Fieber),kommen Sie früher und wir können gegenmaßnahmen einleuiten. 3 Monate nach der Entbildung kommen Sie bitte zur Krenbsvorsorge, dann müssen wir auch über die weitere Verhütung reden.